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Das Haus aus Hanf & Sonne

Ein Haus aus landwirtschaftlichen Abfällen, das mit Sonnenenergie betrieben wird. Was sich klimatechnisch nach „zu gut um wahr zu sein“ anhört, ist in Marokko Realität. Das Projekt Sunimplant kombiniert eine natürliche, regionale Ressource, nämlich Hanf, mit innovativer Photovoltaiktechnologie aus Wiener Neustadt von DAS Energy.

Das Projekt wurde im Rahmen des internationalen Wettbewerbs Solar Decathlon umgesetzt. Das Ziel dabei ist, Gebäudeformen zu entwickeln, die ausschließlich mit Solarenergie betrieben werden und sich gleichzeitig an ihre Umgebung anpassen. Sunimplant hat das durch den Einsatz der Hanfpflanze geschafft.

Das Klima-Chamäleon

Das Haus ist von den Bedürfnissen und Einflüssen einer abgelegenen Region in Marokko, dem Zentralen Rif, inspiriert. Die Hanfpflanze wird in diesem Gebiet bereits seit dem 10. Jahrhundert angepflanzt. Aus den Abfällen, die beim Anbau entstehen, wurde das Sunimplant entwickelt.

Um gegen die Auswirkungen des Klimawandels und der Abholzung im Zentralen Rif anzukämpfen, wurde nicht nur auf einheimische Ressourcen gesetzt, sondern auch auf traditionelle architektonische Formen. Das kugelförmige Konstrukt aus Hanffaser spart Material und Energie und bietet zugleich die Fläche für 72 Photovoltaik-Zellen.

Der Rundumblick

Das Besondere dabei ist, dass die Photovoltaikzellen von DAS Energy als eine 360-Grad-Installation angebracht werden können. Durch die Kombination von Glasfasermaterialien aus dem Flugzeugbau mit kristallinen Siliziumsolarzellen entsteht eine flexible, leichte und gleichzeitig stabile Technologie, um Sonnenenergie zu gewinnen.

Eine schmutz- und lichtbeständige Antireflexoberfläche sorgt für maximale elektrische Effizienz der Module und trägt dazu bei, dass das Sunimplant-Haus in der ländlichen Region Marokkos netzunabhängig ist und den Umwelteinflüssen standhält.

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